Homeoffice 2.0: Unsere Top-Tipps
Da die Covid-Pandemie noch immer andauert, ist das Homeoffice für viele Menschen zur neuen Realität geworden. Auch wenn die Vorstellung, nicht mehr früh aufstehen, pendeln und ins Büro fahren zu müssen, anfangs verlockend war, haben viele von uns in den letzten Monaten festgestellt, dass die Arbeit von zu Hause aus nicht mehr so spannend ist.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Arbeit von zu Hause aus Ihre geistige und körperliche Gesundheit belastet, wissen Sie, dass Sie nicht allein sind: Tatsächlich ist die Zahl der Fernarbeiter von 7 % (vor der Pandemie) auf fast zwei Drittel gestiegen*.
Obwohl über 80 % der Menschen mindestens einmal pro Woche von zu Hause aus arbeiten möchten, sieht die Realität ganz anders aus, wenn man von Montag bis Freitag im Homeoffice ist. Der Grund dafür? Viele, die remote arbeiten, kämpfen mit Problemen wie Kommunikationsschwierigkeiten, Ablenkungen, Einsamkeit, unterschiedlichen Zeitzonen, mangelnder Motivation und einer unzuverlässigen Internetverbindung. Hinzu kommt, dass die größte Herausforderung beim Remote-Arbeiten darin zu bestehen scheint, die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann lesen Sie unsere Tipps, wie Sie Ihr Homeoffice optimieren können!
1. Weisen Sie (wenn möglich) einen bestimmten Arbeitsbereich zu.
Sofas und Betten mögen zwar verlockend und bequem erscheinen, doch Vorsicht: Sie können Ihre Produktivität beeinträchtigen. Der Grund dafür? Wenn wir an Orten arbeiten, die unser Gehirn als entspannend wahrnimmt, verfallen wir leicht und unbewusst in einen Entspannungsmodus, der beim Arbeiten kontraproduktiv ist. Zudem kann eine schlechte Haltung beim Arbeiten Rückenschmerzen verursachen und die Arbeit im Homeoffice zusätzlich erschweren. Richten Sie sich daher möglichst einen separaten Raum ausschließlich zum Arbeiten ein, mit einem ergonomischen Stuhl oder einem Stehtisch, und nutzen Sie Ihre Entspannungsbereiche erst nach Feierabend um 17 Uhr.
2. Menschliche Interaktion
Lassen Sie die Arbeit im Homeoffice Ihre Beziehungen zu Kollegen nicht beeinträchtigen: Auch wenn Sie sich nicht persönlich treffen, ist es wichtig, weiterhin gute Beziehungen zu pflegen. Überdenken Sie außerdem Ihre Kommunikationswege: Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf E-Mails und schriftliche Kommunikation, sondern versuchen Sie, persönliche Kontakte zu knüpfen, selbst wenn diese rein digital stattfinden.
Tatsächlich kann das richtige Kommunikationsmittel die Arbeitsgeschwindigkeit erheblich beeinflussen: Persönliche Anfragen sind sogar 34-mal erfolgreicher als solche, die per E-Mail eingereicht werden.**
Darüber hinaus gaben 80 % der Remote-Mitarbeiter an, dass häufigere Teamkommunikation zu besseren Arbeitsbeziehungen führen würde, und 43 % stimmten zu, dass mehr persönliche Treffen hilfreich wären, um stärkere Beziehungen zu ihren Kollegen aufzubauen. Nutzen Sie daher unbedingt verschiedene Kommunikationskanäle: Chat, Anrufe und Videoanrufe können einen großen Unterschied machen und effektiver sein als E-Mails.
3. Strukturiere deinen Tag
Im Homeoffice verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben schnell. Deshalb ist es wichtig, eine Routine zu entwickeln: Stehen Sie jeden Tag zu einer vernünftigen Zeit auf (stellen Sie den Wecker nicht erst 5 Minuten vor Arbeitsbeginn auf Schlummern!), vermeiden Sie es, während des Mittagessens oder in der Zeit mit Ihren Lieben zu arbeiten. Und ganz wichtig: Machen Sie nicht zu viele Überstunden, nur weil Ihr Laptop Sie vom Tisch aus anstarrt.
Das Abschalten vom Arbeitsalltag wurde von 22 % der Befragten als größte Herausforderung für Fernarbeiter genannt und ist damit das am häufigsten erwähnte Problem.

4. Grenzen setzen
Ein beengter Haushalt ist möglicherweise nicht ideal für die Arbeit im Homeoffice. Lärm, Unordnung und unterschiedliche Tagesabläufe können eine echte Herausforderung darstellen, daher ist es wichtig, klare Grenzen zu setzen.
Kommunizieren Sie klar und deutlich mit Ihrer Familie oder Ihren Mitbewohnern und besprechen Sie, wie das Arbeiten im Homeoffice am besten funktioniert – und vergessen Sie nicht, dasselbe mit Ihren Kollegen und Vorgesetzten zu tun. Flexibilität ist wichtig, aber denken Sie daran, dass Regeln manchmal notwendig sind.
5. Kümmere dich um dich selbst und bewege deinen Körper
Auch wenn wir viele Stunden täglich zu Hause verbringen, sollten wir Selbstfürsorge und Bewegung nicht vernachlässigen. Nehmen Sie sich jeden Tag Zeit für sich: Lesen Sie ein Buch, das Ihnen gefällt, treiben Sie Sport, der Ihnen guttut, nehmen Sie ein entspannendes Bad und genießen Sie etwas Leckeres zu essen. Arbeiten von zu Hause aus bedeutet nicht, dass Sie auf Ihr Leben verzichten müssen.
6. Gönnen Sie sich eine Pause: Sie haben sie sich verdient!
Im Homeoffice kann man sich manchmal wie in einem endlosen Kreislauf fühlen: aufwachen, arbeiten, essen, arbeiten, wieder essen, ins Bett gehen, und das Ganze von vorn. Das muss aber nicht so sein: Denken Sie daran, dass Pausen wichtig und gut für Ihre Produktivität sind. Machen Sie regelmäßig Pausen, stehen Sie vom Schreibtisch auf, trinken Sie ein Glas Wasser und bewegen Sie sich ein wenig. Ihr Gehirn wird es Ihnen danken!
Abschalten fällt Ihnen schwer? Machen Sie einen Spaziergang (mit Abstand). Manchmal vergessen wir, wie wohltuend frische Luft und natürliches Licht sein können. Das unterbricht nicht nur Ihre Routine, sondern hilft auch, Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren und abends leichter einzuschlafen.
7. Verkleide dich!
Die Versuchung, im Homeoffice alte Jogginghosen zu tragen, ist oft groß: Auch wenn man nicht ständig Anzug oder Blazer tragen muss, sollte man zumindest morgens nach dem Aufwachen das Outfit wechseln. Bequeme und weiche Relaxkleidung ist ideal, in der man sich wohlfühlt und die gleichzeitig gut aussieht. Und falls man wirklich nicht auf den Pyjama verzichten kann, sollte die Schlafbekleidung zumindest nicht nur bequem, sondern auch atmungsaktiv und elegant sein.
8. Vergiss nicht zu schlafen.
Auch wenn Sie sich am Ende des Tages durch weniger Bewegung vielleicht nicht so müde fühlen, sollten Sie den Schlaf nicht vernachlässigen. Gerade in schwierigen und ungewöhnlichen Zeiten ist ausreichend Schlaf besonders wichtig.
Guter Schlaf sorgt nicht nur dafür, dass wir uns besser fühlen, sondern hat auch einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und stärkt unser Immunsystem; tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand, der weniger als 7 Stunden pro Nacht schläft, eine Erkältung einfängt, dreimal höher.

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Quellen:
* Sarit Luban. (2020, 10. September). CIC . CIC
** Eine persönliche Anfrage ist 34-mal erfolgreicher als eine E-Mail . (11. April 2017). Harvard Business Review